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| Der Boden wird über zwei stabile Fichtenleisten geflochten
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| Das 'Schlagbrett' ist das wichtigste Hilfsmittel des
Korbmachers |
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Die Staaken werden zu einem Rand verflochten
über dem später der Deckel schließt |
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Josef Eder ist einer der Letzten seines Handwerks
in der einstigen Korbmachermetropole Winzer am Rande des Bayerischen Waldes.
Er hat noch in der Korbwarenfabrik Mosler, dem Hoflieferanten Bayerischer
Könige, seine Lehrjahre absolviert.
Zugewachsen, wie ein verwunschenes Schloß, wirkt heute die alte
Korbfabrik. Über halb verfallene Stufen begleiten wir den Meister
an den Ort seiner Lehrjahre.
Maschinen, Materialien, Korbwaren aller Art stehen noch da, als wären
sie gerade erst verlassen worden. Er erzählt wie es einst hier zuging,
als Körbe noch ein gefragtes Produkt waren und fast der ganze Ort
mit ihrer Herstellung beschäftigt waren.
Als er selbst noch einen Auftrag für einen großen viereckigen
Reisekorb bekommt, wie ihn Auswanderer zu Beginn des vergangenen Jahrhunderts
mit nach Amerika nahmen, begleiten wir Meister Eder in seine eigene Werkstatt.
Mit der Vorbereitung der Weiden-'Riatln' beginnt die Arbeit. Sie müssen
geschält und gewässert werden.
Dann rückt er sein 'Schlagbrett', seinen schrägen Arbeitstisch
zurecht, wählt die passenden Ruten aus und beginnt mit dem Flechten
des Bodens.
Jeden einzelnen Arbeitsschritt erlebt der Zuschauer, als stünde
er direkt neben dem Meister: das Verankern der Staaken im Boden, das Flechten
der Seitenteile, all die Ticks um das Material gefügig zu halten
und schließlich das Entstehen des Deckels.
Nachdem er noch die Scharniere und die Verschlußklappen angebracht
hat, steht der Korb da, geräumig und solide, als könnte er sofort
auf eine große Reise gehen. Der Meister ist stolz darauf, daß
ihm das Stück so gut gelungen ist, wie in alten Tagen.
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